Eulen und Käuze

Der Sperlingskauz ist mit einem Gewicht von ca. 80 Gramm die kleinste Eule, der Uhu, mit einer Spannweite von 170 cm ist der Riese, von dreizehn in Europa lebenden Eulenarten. Dämmerungs- und tagaktive Eulen können besonders scharf sehen. Nachtaktive Eulen verfügen über ein ausgezeichnetes Gehör. Eulen haben 14 Halswirbel (andere Wirbeltiere haben nur 7 ) und können dadurch ihren Kopf in einem Winkel von 270 Grad drehen. Sie bauen keine Nester, sondern benutzen alte Krähen- und Greifvogelnester, brüten in Höhlen oder aber legen ihre Eier einfach auf den Boden. Ihre Nahrung verschlingen Eulen meistens im Ganzen, die unverdaulichen Reste werden als Gewölle ausgewürgt. Die Schwungfedern der Eulen haben an den Vorderkanten einen weichen Rand. Dieser weiche Rand verhindert ein zischendes Fluggeräusch und ermöglicht den Tieren geräuschlos zu fliegen.

Sperlingskauz

Das Gehör

Eulen verfügen über ein hervorragendes Gehör, mit dessen Hilfe sie Beutetiere lokalisieren können. Bei einigen nachtaktiven Arten ist das Gesicht zu einem trichterförmigen, von Federn umgebenen Wulst ausgebildet. Ähnlich wie bei einer Satellitenschüssel werden Geräusche gebündelt, verstärkt und an die Ohren auf der Kopfrückseite geleitet. Zur Ortung der Beute drehen Eulen den Kopf so lange hin und her, bis die Lautstärke auf beiden Ohren gleich ist. Auf diese Weise können Schleiereulen selbst bei völliger Dunkelheit Mäuse lokalisieren und erbeuten. Ein Rauhfußkauz kann eine Maus noch aus einer Entfernung von 60 Metern orten.

Beim Bartkauz ist das trichterförmige Gesichtsfeld schön zu erkennen.
Die Augen

Die Augen sind sehr groß und starr nach vorne gerichtet. Durch diese Augenstellung besitzen sie ein ungewöhnlich gutes räumliches Sehen. Die großen Augen sind mit einer besonders großen Hornhaut ausgestattet, dadurch können sie auch wenig Licht optimal ausnutzen. Die Zahl der lichtempfindlichen Sehzellen auf der Netzhaut ist bei Eulen weitaus größer als bei tagaktiven Vögeln. Die Dämmerungsleistung der Augen ist dadurch deutlich höher. Um Schäden an den Augen zu vermeiden, werden die Pupillen bei hellem Licht stark verengt.

Die auffälligen Ohrpinsel der Waldohreule haben nichts mit dem Gehör zu tun.